E11: Knappensteig

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Knappensteig – Auf den Spuren der Bergknappen

Ausgangspunkt für den sogennanten „Knappensteig“ ist die Riesenschmidstraße. Folgt man dieser kommt man zuerst zum Wolf-Dietrich-Berghaus, vor dem noch Schienen liegen. Diese führen von rechts kommend aus dem alten, bereits 1596 aufgeschlagenen Wolf-Dietrich-Stollen (Wolfdietrichberg) heraus (2 Gleise) und gehen links in den 1952 aufgefahrenen Eggl-Riedel-Stollen hinein (ebenfalls 2-gleisig). Weiters führen 2 Gleise in die ehemalige Lokremise hinein.

Folgt man dem steil ansteigendem Knappensteig, dann kommt man an der 1890 errichteten Knappenkapelle vorbei. Danach folgt der 1564 aufgeschlagene Jakobberg-Stollen oder Neuberg. Im daneben gelegenen Jakobberghaus befand sich früher eine Bergschmiede und eine Zimmerei. Vor dem mit einer Holztüre verschlossenen Mundloch befindet sich im Inneren des Tunnelportals eine Art Kapelle.

Unterhalb der neuen Dürrnbergstrasse führt der Weg an einem weiteren Mundloch vorbei. Es ist der 1560 aufgeschlagenen Untersteinberg-Stollen oder Äbtissinberg. Hier ist in der Nähe des Mundlochs ein „heiliges Grab“ installiert. Nach Überquerung der neuen Dürrnbergstrasse folgt man dem Weg zum Besucherzentrum der Salzwelten (Quelle: Dr. Michael Populorum).

 

Wolf-Dietrich Berghaus

Wolf Dietrich von Raitenau war einer der schillerndsten Erzbischöfe Salzburgs. Er industrialisierte den Bergbau, und so konnte man zu Beginn des 17. Jahrhunderts bereits 33.000 Tonnen des begehrten Minerals abbauen. Zum Vergleich: Bei der Schließung der Saline Hallein im Jahr 1989 wurden etwa 70.000 Tonnen gewonnen.

Wolf-Dietrich Berghaus © Foto Salzburg Research
Wolf-Dietrich Berghaus © Salzburg Research

Das Wolf-Dietrich-Berghaus im Raingraben wurde in den Jahren 1597/98 erbaut. Es diente zur Versammlung des Bergpersonals vor Arbeitsantritt. Es steht zwischen dem gleichnamigen Wolf-Dietrich-Stollen und dem Eggl-Riedl-Stollen, zwei Bergwerksstollen die einst zur Befahrung des Salzbergwerks dienten. Vom späten 18. Jahrhundert bis 1956 endeten die Schauführungen des Salzbergwerks vor dem Wolf-Dietrich Berghaus (Quelle: Keltenmuseum Hallein, 2010)

 

Knappenkapelle

Die im Jahr 1890 errichtete Kapelle entlang des heutigen Knappensteigs hieß zu Beginn Maria Hilfkapelle oder auch rote Kapelle und wurde von sogenannten Redemptoristen (Wikipedia 2014: Redemptorist ist ein Angehöriger der römisch-katholischen Ordensgemeinschaft der „Kongregation des Heiligsten Erlösers“) errichtet. 1975 wurde sie in Knappenkapelle umbenannt (Quelle: Pfarrverband Hallein).

Audio_IconBergknappenmusikkapelle Bad Dürrnberg
Lauschen Sie den stillen Klängen: De stade Weis

 

CD-Cover: De stade Weis © Bergknappenmusikkapelle Bad Dürrnberg
CD-Cover: De stade Weis © Bergknappenmusikkapelle Bad Dürrnberg

Diese und weitere Produktionen der Bergknappenmusikkapelle finden Sie unter www.bergknappenmusik.at

 

Jakobberg-Haus und Stollen

Der Jakobhausstollen oder Neuberg wurde 1564 unter Erzbischof Johann-Jakob von Kuen-Belasy (1560 – 1585) aufgeschlagen und 1810 ausgemauert. Dieser Stollen zählte zu den salzreichsten und diente jahrhundertelang als Steinsalzförderstollen. In dem benachbarten Jakobberghaus befand sich eine Bergschmiede und eine Zimmerei.

Untersteinberg-Stollen oder Äbtissinberg

Untersteinberg-Stollen © Foto Salzburg Research
Untersteinberg-Stollen © Foto Salzburg Research

Der Untersteinberg-Stollen wurde 1560 in der Regierungszeit von Erzbischof Johann-Jakob von Kuen-Belasy (1560-1585) aufgeschlagene, 1828 ausgemauert und 1828 wieder aufgelassen. Der Berg wurde von 2 Gewerken betrieben und zwar Stift Nonnberg und Stift Raiten-Haslach.

Vergleich zwischen früher und heute

Schiebe den Balken hin und her um die Unterschiede zu entdecken!

Wolf Dietrich Berghaus mit Besuchergruppe © Salzwelten Hallein, 2010
Wolf-Dietrich Berghaus heute © Foto Salzburg Research

Weiterführende Informationen

Dr. Michael Populorum: Teil1: Über den Knappensteig auf den Dürrnberg. Online unter: http://www.dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org/salzbergwerkhallein.htm

Franz Kurz, Karl Zinnburg (1986): 400 Jahre Dürrnberger Knappenmusik – 400 Jahre Dürrnberger Knappen- oder Schwerttanz. 1586–1986. Hrsg.: Salinen Austria, Bad Ischl. Bad Ischl 1986, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.

Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich; Schwerttanz Verein der Dürrnberger Bergknappen: http://nationalagentur.unesco.at/cgi-bin/unesco/element.pl?eid=47

 

Auf der Datenbankseite gäbs ein Video, aber wir haben auch etwas im Knappensteig Archiv:

 



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