E1: Aussichtspunkt – Chiemsee

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Chiemsee © Foto Salzburg Research
Chiemsee © Salzburg Research

Bei diesem Aussichtspunkt blicken Sie auf den drittgrößten See Deutschlands, den Chiemsee.

Entstehung des Chiemsees

Die Entstehung des Chiemsees läßt sich bis in die letzte Eiszeit (Würmeiszeit, bis vor ca. 10.000 Jahren) zurückverfolgen. Wie im gesamten Alpenvorland entstanden durch das Abschmelzen von Gletschern neue regionale Becken, die sich nach und nach mit Wasser füllten. Während in dieser Zeit der Chiemsee eine Fläche von über 200 km² und einen um ca. 20m höheren Wasserspiegel hatte, haben sich diese Maße durch fortlaufende sogenannte „Verlandung“ sehr reduziert. Dabei schieben die durch Schmelzwasser wasserreichen Zuflüsse großen Mengen von Schutt, Schlamm und Geröll (Seitenwälle, Muränen) und lagerten diese in den Seenbecken ab. Durch diesen Mechanismus wurde der „Ur-Chiemsee“ im Laufe der Jahrtausende durch natürliche Auffüllung kleiner und kleiner. (Quelle: Chiemsee-Agenda – In Arbeit!)

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Zeitreise-Slider: Chiemsee-Verlandung (Nur in der App-Testversion verfügbar)

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Video: Eiszeit im Rosenheimer Land. Ein Film zur eiszeitlichen Entstehungsgeschichte des Inn-Chiemsee-Gletschers. (© Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf) (In Arbeit!)

http://www.museum-siegsdorf.de/index.php?id=85

Der Chiemsee heute – Nachhaltiger Umweltschutz

Heute verzeichnet der Chiemsee eine Gesamtfläche von 79,9m² einen Umfang von ca. 64 km und Tiefe von max. 73,4 Meter. Inmitten des Sees erstrecken sich mehrere Inseln, die sich zugleich auch zur Gemeinde Chiemsee zusammegeschlossen haben: die Herreninsel (238 ha), die Fraueninsel (15,5 ha) und die Krautinsel (3,5 ha). Weiters sehen Sie vielleicht in der Ferne auch auf die gemeindefreie Insel Schalch (22 m²). Heute haben die Gemeinden rund um den Chiemsee die Aufgabe, die vielen verschiedenen Nutzungsinteressen unter einen Hut zu bringen. Wirtschaftliche Nutzung wie z.B. Seeschifffahrt und Energiewirtschaft sollen mit einer nachhaltigen Natur und Ökologie in Einklang gebracht werden. Sogenannte „Ruhezonen“ entlang des Chiemsees schützen den reichen Fisch und Vogelbestand der Region. Das „Achendelta“, wo die Tiroler Ache in den Chiemsee fließt bzw. Geröll hereinschiebt, steht seit 1958 bereits unter Naturschutz und ist Heimat für viele Vögel (im Winter 30.000 Arten) und Tiere (z. B. Schellente, Drosselrohrsänger, Kampfläufer, Perlfisch, Mairenke). (Quelle: Chiemsee-Agenda – In Arbeit!)

Die Bedeutung der Fischerei am Chiemsee gestern und heute

„Die Fischerei Genossenschaft Chiemsee wurde im Jahr 1850 gegründet. Lange vor dieser Zeit schon mussten die Fischer jährlich vor dem Seerichter in Traunstein erscheinen. Ein Seerichteramt ist uns bereits aus dem Jahr 1346 bekannt, ihm unterstanden alle Fischer am See, obwohl sie aus drei verschiedenen Landgerichtsbezirken stammten.“ (Quelle: Fischereigenossenschaft Chiemsee)

„Bei diesem Treffen wurden ihnen Anweisungen zur Fischereiausübung mitgeteilt sowie Strafen für Verstöße ausgesprochen. Als Aufsichtsorgan diente jeweils ein „See-Aufluger“ an der oberen und unteren Seehälfte, der sich seine Instruktionen aus der Seeordnung holte. Die Fischereigenossenschaft in ihrer heutigen Form setzt sich aus den stimmberechtigten, ordentlichen Mitgliedern und den Ehrenmitgliedern zusammen. Die Genossenschaft hält zwei Jahresversammlungen und einen Fischerjahrtag ab und wählt ihre Gremien alle drei Jahre neu“ (Quelle: Fischereigenossenschaft Chiemsee)

„Seit 1897 besteht die Fischereigenossenschaft Chiemsee. Noch heute ist die Fischerei am Chiemsee ein lebendiges Gewerbe. Derzeit besteht die Genossenschaft aus 17 Berufsfischern, die die Fischerei seit vielen Generationen am Chiemsee ausüben. Ziel der Genossenschaft ist die Festlegung von Reglements für den Fischfang am Chiemsee, sowie die Sicherung des Fischbestandes für die Zukunft“. … „Die wichtigsten Vertreter der Fischwelt im Chiemsee sind Renke, Brachse, Aal, Seesaibling, Seeforelle, Barsch, Hecht und Zander.“ (Quelle: Fischereigenossenschaft Chiemsee)

Information zu Fisch- und Anglerkarten:
http://www.chiemsee-alpenland.de/erleben/Wassersport/Fischen-und-Angeln

Siehe dazu auch: E1: Exkurs: Heimatmuseum Prien

Tipp: Verschicke Deine persönliche Ansichtskarte im Modul COMMUNITY oder wähle eine der historischen Postkarten zum Versenden aus. (Nur in der App-Testversion verfügbar)

Weiterführende Informationen

Brumm, Walter & Aß, Karl J. (2004). Der westliche Chiemgau auf alten Ansichtskarten. Früher Tourismus – Ludwig II. – Ortsveränderung 1890 – 1910. Hrsg. Heimatmuseum Prien, Druck: Rieder Druckservice GmbH Prien.

Darga, Robert (2009). Wanderungen in die Erdgeschichte (Bd. 26). Auf den Spuren des Inn-Chiemsee-Gletschers. Verlag: Pfeil.

Webseite Chiemsee-Agenda: Natur.Erlebnis.Chiemsee.
Information zu Ruhezonen für Flora und Faua am Chiemsee (Hrsg.: Regierung von Oberbayern, Landratsamt Rosenheim, Landratsamt Traunstein): Online unter: http://www.chiemseeagenda.de/thema/113

Fischereigenossenschaft Chiemsee: http://www.chiemseefischerei.de



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